Wenn man ein altes Motorrad restauriert, stellt sich oft die Entscheidung: möglichst original oder möglichst alltagstauglich. Nicht immer läßt sich beides erzielen, z.B. wenn Originalersatzteile schwierig zu beschaffen sind, oder durch technischen Fortschritt heute bessere Bauteile verfügbar sind. Es kommt sicher darauf an, wie das herzurichtende Fahrzeug genutzt werden soll; wollen Sie damit 8 Tage in die Dolomiten rund um die Sella-Gruppe mit 27 Alpenpässen fahren, sollten Sie im Zweifelsfall die Originalität nicht überbewerten. Steht Ihr Fahrzeug öfters als Ausstellungsstück auf Messen oder in Museen oder nehmen Sie an historischen Rallyes teil, ist es wichtig, daß die Abweichungen vom Originalzustand möglichst gering oder zumindest nicht sichtbar sind. Dieses Thema wird immer wieder leidenschaftlich diskutiert - ich finde, daß letztlich jeder selbst entscheiden soll. Der Autor dieses Beitrages neigt dazu, im Zweifelsfall die technisch bessere Lösung vorzuziehen; die meisten technischen Verbesserungen lassen sich mit etwas Geschick sowieso von außen fast unsichtbar realisieren. Das Beste ist natürlich, wenn man beiden Zielen gleichzeitig gerecht werden kann. Hierzu möchte ich mit dieser kleinen Anleitung beitragen.
Was ist das und was gibt's zu beachten?
Jedes Motorzweirad
(mit Ottomotor) benötigt eine Zündanlage und eine
(elektrische) Lichtanlage. Bei sog. Schwungradmagnetzündanlagen
sind Wechselstromgenerator für Beleuchtung, Zündanlage, Batterieladeeinrichtung
und manchmal noch zusätzliche Generatorspulen für weitere Verbraucher wie
Bremslicht oder Blinkanlage zusammen zu einer Einheit integriert und
hinter dem Motorschwungrad an der Kurbelwelle direkt angeflanscht.
Solche Anlagen sind zuverlässig, kompakt, preisgünstig und
leicht und waren deshalb an vielen Mofas, Mopeds, Leichtkrafträdern
und 1-Zyl.-Motorrädern zu finden. In weiterentwickelter Form
(mit elektronischen Bauteilen) werden solche Anlagen immer noch
hergestellt und an vielen Kleinfahrzeugen verbaut.

Bild 1: Eine typische Schwunglicht-Magnetzündanlage aus den 50er Jahren.
Hier geht's weiter: Zündanlage, Wechselstromgenerator für Beleuchtung, Batterieladeeinrichtung
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